Drei Häuser, über die wir öffentlich sprechen dürfen — weil ihre Geschichte dokumentiert ist oder der Eigentümer zugestimmt hat. Zu jedem nennen wir Art und Zuschnitt des Objekts und das, was seine Verwaltung besonders macht. Die übrigen Häuser in unserer Betreuung zeigen wir nicht; warum, steht weiter unten.
Art und Größe. Denkmalgeschützte Villa in der Karl-Marx-Straße 3, in der Villenkolonie Neubabelsberg. Errichtet 1874 von den Architekten Ende & Böckmann; ihre heutige Gestalt erhielt sie 1920 durch den Berliner Architekten Max Landsberg. Sie ist die einzige erhaltene Villa aus den Gründerjahren der Kolonie. Kennzeichnend sind die Erker mit korinthischen Säulen und der Palmenfries.
Was dieses Objekt verlangt. Bei einem Baudenkmal ist jede Maßnahme an der Fassade, am Dach und an den Fenstern mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen — auch die, die an einem gewöhnlichen Haus reine Instandhaltung wäre. Das verlängert Vorlauf und Angebotsphase erheblich und verlangt Handwerker, die mit denkmalgerechter Ausführung vertraut sind. Wer hier erst beim Beschluss anfängt zu planen, verliert eine Bauperiode.
Zur Geschichte des Hauses. Die Villa gehörte ab 1918 dem Textilunternehmer Siegbert Stern und seiner Frau Margarete. Nach seinem Tod 1935 wurde sie 1940 unter der nationalsozialistischen Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens zwangsverkauft; vom Erlös blieb der Witwe nichts. Margarete Stern floh in die Niederlande, wurde 1943 verhaftet und 1944 in Auschwitz ermordet. Seit Mai 2022 liegt vor dem Haus ein Stolperstein von Gunter Demnig. Nach 1990 wurde die Villa den Erben übereignet.
Angaben zur Baugeschichte nach PotsdamWiki, „Villa Stern" (CC BY-SA 3.0).
Art und Größe. Landhaus in der Villenkolonie Neubabelsberg, 1891/92 von dem Architekten Johann Mathias von Holst als Sommersitz für die eigene Familie errichtet, unterstützt von seinem Kollegen Rudolf Bislich. Das Haus verbindet den Schweizer Stil — Balkon, Brüstung, Fachwerk — mit Ziegel und Glattputz.
Was dieses Objekt verlangt. Sichtfachwerk und Holzbauteile brauchen einen festen Kontrollrhythmus: Schäden zeigen sich erst spät und werden dann teuer. Bei einem Gebäude dieses Alters gehören der Zustand der Holzbauteile, die Entwässerung und der Anstrich in die Jahresplanung, nicht in die Schadensmeldung.
Angaben nach PotsdamWiki, „Karl-Marx-Straße 15" (CC BY-SA 3.0), dort nach Jana Galinowski: „Landhäuser und Villen in Potsdam, Neubabelsberg und Griebnitzsee", 2004, S. 35.
Art und Größe. Berliner Eckhaus im Altbaubestand, 45 Einheiten, verwaltet als Wohnungseigentümergemeinschaft.
Unsere Aufgabe. Aufteilerprojekt mit Begleitung durch alle Phasen: von der Aufteilung in Wohnungseigentum über die Bauzeit bis in die laufende Verwaltung der fertigen Gemeinschaft.
Was ein Aufteilerprojekt für die Verwaltung bedeutet. Saniert wird im bewohnten Haus: Gerüst, Treppenhaus und Innenhof sind über Monate zugleich Baustelle und Zuhause. Dazu kommt der Wechsel der Zuständigkeit — solange der Aufteiler noch alle Einheiten hält, entscheidet er allein; mit jeder verkauften Wohnung wächst die Eigentümergemeinschaft, bis sie die Beschlüsse selbst trägt. Für die Verwaltung heißt das, beide Rollen sauber zu trennen: Bauabläufe und Termine gehören in die Kommunikation mit den Bewohnern, Kosten, Gewährleistungsfristen und Abnahmen in die Unterlagen, die die künftige Gemeinschaft einmal braucht. Wer diese Übergabe erst am Ende vorbereitet, übergibt eine Gemeinschaft ohne Gedächtnis.
Fotos: Casa Viva GmbH, mit freundlicher Genehmigung · Bildmaterial unter anderem von Sina Weihrauch und Matthias Brandt · vollständige Bildnachweise
Unsere Objekte liegen in allen zwölf Berliner Bezirken sowie in 6 Orten in Brandenburg. Wir nennen die Straßen, nicht die Hausnummern: Wer in welchem Haus wohnt, geht niemanden etwas an.
Kurze Wege sind bei einer Hausverwaltung keine Nebensache: Wer eine Begehung, einen Handwerkertermin und eine Eigentümerversammlung an einem Tag schafft, arbeitet anders als jemand, der quer durch die Stadt fährt. Genau dafür sitzen wir an drei Orten — in Schönefeld, in Schöneberg und in Prenzlauer Berg. Liegt Ihr Haus anderswo, ist das kein Hindernis: Die Liste oben ist über die Jahre genau so entstanden.
Die Objekte auf dieser Seite haben eines gemeinsam: Ihre Geschichte ist öffentlich dokumentiert, oder der Eigentümer hat der Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt.
Bei allen anderen ist das anders. Eine Hausadresse ist keine anonyme Angabe — sie ist mit den Menschen verbunden, die dort wohnen und Eigentum haben. Wer eine Eigentümergemeinschaft namentlich auf eine Werbeseite stellt, gibt preis, wer wo verwaltet wird, ohne dass die Betroffenen gefragt wurden. Private Wohnungseigentümergemeinschaften und Wohnhäuser führen wir deshalb nicht als Referenz auf, auch wenn eine längere Liste werblich mehr hermachen würde.
Was wir tatsächlich betreuen: Wohnungseigentümergemeinschaften, Mietshäuser und Bruchteilsgemeinschaften — im gesamten Berliner Stadtgebiet und im angrenzenden Brandenburg.
Wenn Sie vor einer Entscheidung stehen und mit jemandem sprechen möchten, der uns kennt: Fragen Sie uns nach einer Referenz zu einem Objekt, das Ihrem ähnelt. Wir fragen den betreffenden Eigentümer, ob er bereit ist — und stellen den Kontakt nur her, wenn er zustimmt. Das dauert einen Tag länger und ist die ehrlichere Auskunft als eine Liste von Adressen.
Die Objekte unterscheiden sich in Größe, Baujahr und Eigentümerstruktur. Der Arbeitsablauf dahinter ist derselbe:
Jedes Objekt hat einen benannten Betreuer, der die Geschichte des Hauses kennt. Keine Hotline, keine wechselnden Zuständigkeiten.
Mängel werden bei der Begehung aufgenommen, fotografiert und in eine Reihenfolge gebracht, statt einzeln aufzulaufen.
Für Maßnahmen oberhalb der vereinbarten Bagatellgrenze holen wir mehrere Angebote ein und legen sie zur Entscheidung vor.
Abrechnungsfristen, Heizungswartung, Trinkwasseruntersuchung, Aufzugsprüfung: terminiert und überwacht, nicht bei Bedarf gesucht.
Nennen Sie uns Adresse und Einheitenzahl, und Sie erhalten ein konkretes Angebot mit festem Preis. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.